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Leserfragen
& Antworten
Mai 2025
Ich erhalte
viele
Anfragen von Hundenbesitzern, deren Hunde unter Artritis leiden. Gerne
gebe ich kleine Ratschläge, jedoch sollte immer eine
entsprechende Tierarztbehandlung zwecks genauer Diagnose und der
darausfolgenden Behandlung an 1. Stelle stehen. Erstaunt bin ich
jedoch, dass besonders häufig die Hunde ab dem 3. Lebensjahr
schon mit dieser Diagnose ? leben. Auch in meinen Hundekreisen ist
dieses der Fall.
Hier nun
einige
Ratschläge, die aber mit dem Tierarzt abzusprechen sind, je
nach Schwieigkeitsgrad sind auch verschiedene
Behandlungsmöglichkeiten erforderlich.
Unterstützende
Maßnahmen bei Arthritis beim Hund (Labrador, 4 Jahre)
Arthritis (meist Arthrose) beim Hund ist leider nicht heilbar im
klassischen Sinne, da es sich um einen chronischen
Gelenkverschleiß handelt. Ziel ist es, die
Lebensqualität zu verbessern, Schmerzen zu lindern und die
Beweglichkeit möglichst lange zu erhalten.
1. Medikamentöse Behandlung
(Standard)
- Entzündungshemmer/Schmerzmittel wie Carprofen, Metacam
(Meloxicam) oder Previcox
- Injektionen wie Cartrophen oder Librela zur Schmerzlinderung oder
Knorpelunterstützung
2. Gelenkpräparate
(nutraceuticals)
- Grünlippmuschelpulver
- Chondroitin + Glucosamin
- Teufelskralle (tiergerecht)
- Hyaluronsäure
Empfohlene Produkte: Canosan, Luposan Gelenk, AniForte Gelenk Complex
3. Omega-3-Fettsäuren
- Hochdosiertes Fischöl (mind. 100 mg EPA pro kg
Körpergewicht)
- Z. B. Lachsöl-Kapseln oder hochwertige Öle als
Futterzusatz
4. Gewichtskontrolle
- Übergewicht reduziert konsequent: Jedes Kilo weniger
entlastet die Gelenke deutlich
5. Bewegung & Physiotherapie
- Regelmäßige, aber moderate Bewegung (keine
Ballspiele, kein wildes Toben)
- Physiotherapie: Unterwasserlaufband, manuelle Therapie,
Wärmebehandlung
- Sanfte, häufige Spaziergänge
6. Alltagshilfen
- Rutschfeste Unterlagen (Teppiche, Yogamatten bei Laminat)
- Orthopädisches Hundebett
- Rampe statt Treppe
- Hundemantel bei Kälte
7. Weitere Therapieformen (bei schweren
Fällen)
- Goldimplantation
- Stammzelltherapie
- Lasertherapie / TENS
- Akupunktur
Fazit:
Heilung im Sinne einer vollständigen Rückbildung ist
nicht möglich. Aber mit einer individuell angepassten
Kombinationstherapie kann das Fortschreiten gebremst, die Lebensfreude
erhalten
und Schmerzen effektiv reduziert werden - oft über viele Jahre
hinweg.
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Anfrage vom 14.03.2023
Liebe Frau Müller,
ich
stolpere seit einigen Wochen über die Begriffe "Wesen" und
"Verhalten" des Hundes, könnte Sie mir Ihre Meinung dazu
schreiben, denn mir teilte man mit, es sei Beides das Gleiche. Ich
würde mich sehr freuen, wenn Sie mir antworten. Meine Anfrage
dürfen Sie auch veröffentlichen.
Liebe
Frau M. K.
Für
den Hund könnte man das Wesen als die grundlegende Natur oder
das innere Wesen des Hundes bezeichnen. Es geht um die
Persönlichkeit, die geistige Einstellung und die Art, wie der
Hund die Welt wahrnimmt. Zum Beispiel könnte man sagen, dass
ein Hund von Natur aus freundlich und neugierig ist oder dass er eher
schüchtern und zurückhaltend ist.
Das
Verhalten des Hundes bezieht sich auf seine äußere
Handlung. Es geht darum, wie der Hund sich in bestimmten Situationen
verhält. Zum Beispiel, wie er auf andere Hunde oder Menschen
reagiert, wie er auf Kommandos reagiert, wie er spielt oder wie er isst
und schläft.
Zusammenfassend
könnte man sagen, dass das Wesen des Hundes seine innere Natur
und Persönlichkeit ausdrückt, während das
Verhalten des Hundes sich auf seine äußeren
Handlungen bezieht und wie er in bestimmten Situationen agiert. Beides
ist wichtig, um den Hund besser zu verstehen und um ihm ein
glückliches und erfülltes Leben zu
ermöglichen.
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Anfrage vom 07.12.2021
Sehr geehrter Herr Didicher,
wir sind auf der Suche nach einem Setterwelpen
und ich habe versucht, zu mehreren Züchtern Kontakt
aufzunehmen. Bei einem Telefonat bin ich scheinbar an einen “
Amtsträger“ geraten, dem ich gutgläubig
gesagt habe, dass ich mich auf Ihrer Website „Irish Setter
Clever und Cool“ und auch auf der Homepage Irish Setter
Züchterberatung informiert habe.
Nach dieser Aussage wurde der Herr
eintönig und sagte, dass er mit Menschen, die Kontakte zu den
Dissidenten hätten, nichts zu tun haben wolle.
Was ist „Dissidenz“
– ist das ein unliebsamer Verein?
Ich habe im Wörterbuch nachgeschlagen
und Folgendes gelesen: „Dissidenten- von lateinisch
„dessidere“, nicht übereinstimmen, im
Widerspruch stehen, unbequem und andersdenkend.“
Was soll ich von all dem halten?
Bitte um eine kurze Antwort
Gruß
………..
Antwort:
Sehr geehrte Frau….
Um ihre Frage zu beantworten, muss ich ein
wenig ausholen.
Wir sind kein Verein sondern nur vier
„Setterliebhaber“ mit einem reichen
Erfahrungsschatz, was diese Rasse betrifft. Diesen wollen wir, wenn von
Züchtern oder Setterbesitzern erwünscht, weitergeben.
Es gibt also keine Mitgliedsbeiträge,
die in dunklen Kanälen verschwinden könnten, es gibt
keine undurchsichtigen Regularien und keine Ämter.
Der Begriff „Dissidenz“
wurde vor Jahren für Züchter verwendet, die nicht
unter einem bekannten Dachverband züchten wollten. Der
Erfinder der Bezeichnung war bestimmt kein Linguist und die
„Plappermäuler“, die sie heute verwenden,
besitzen bestimmt kein Bedeutungswörterbuch. Wozu auch?
Facebook reicht doch.
Je mehr ich aber darüber nachdenke,
fühle ich mich geehrt:
Ja, ich wäre gerne Dissident. Ich
stehe gerne im Widerspruch zu allen, die den Setter zwecks
Selbstdarstellung oder als Einnahmequelle missbrauchen.
Aber ich glaube, ich werde dieser Bezeichnung
im eigentlichen Sinne nicht gerecht.
Der Begriff „Dissident“
ehrt große Frauen und Männer und besonders die
„Andersdenkenden“ unserer jüngsten
Geschichte: R. Havemann, R.Eppelmann, B. Boley, W. Biermann, R. Bahro
und viele mehr. Ohne sie wäre ein Teil Deutschlands immer noch
eine Stasi - Diktatur.
Ich habe meinen Schülern immer
geraten, keine Worte in den Mund zu nehmen, deren Bedeutung sie nicht
kennen, denn das kann peinlich werden.
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Marion
& Richard Didicher:
Sollten Sie Fragen an uns haben,
können Sie uns jederzeit per Mail erreichen. Bitte geben Sie
als Betreff "Züchterberatung" an.
Unsere
Mailadresse lautet: mr.didicher@web.de
Wir sichern Ihnen zu, Ihre Anfragen vertraulich
zu behandeln und nur anonym (ohne Angaben) zu veröffentlichen.
Wie bereits angekündigt, werden wir
die an uns herangetragenen Fragen neutral veröffentlichen.
Namen jeglicher Art und E- Mailadressen werden wir nicht
veröffentlichen. Anstelle von Namen finden
Sie Leerstellen.
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Anfrage vom 07.01.2021:
Frage:
Guten Tag Clever &Cool,
ich wende mich an Sie mit einer heiklen Frage:
Bedingt durch die zur Zeit besondere Situation,
musste ich notgedrungen 2 Monate bei meinem Bruder in Übersee
verbringen. Er ist mit seiner ersten Setterhündin aus D.
ausgewandert und züchtet heute dort I. Setter. Ich bin mit ihm
und einer seiner Hündinnen zum Decken gefahren. Die ganze
Prozedur hat mich schockiert. Es war eine reine Vergewaltigung. Der
Rüdenbesitzer sagte nur, dass das der übliche
Deckvorgang sei.
Wir haben hier in Deutschland seit vier Jahren
zwei Setterhündinnen und haben in Erwägung gezogen,
mit der einen eventuell zu züchten.
Ich habe mir immer vorgestellt, wie herrlich es
sein muss, spielenden Welpen im Garten zuzusehen. Jetzt bin ich sehr
skeptisch, denn das, was ich gesehen habe, will ich unserer
Hündin nicht zumuten. War das die Regel, oder
verläuft der Deckakt hier anders? Bitte freundlichst um eine
Antwort.
Antwort:
Sehr geehrte Frau….
Bitte lassen Sie sich nicht entmutigen.
Im Idealfall findet, nach dem sich beide Tiere
beschnuppert haben, ein „Hochzeitsspiel“ statt, d.
h. die Hündin fordert den Rüden zum Spiel auf, das
kann auch Stunden dauern. Sie legt die Rute beiseite und
urplötzlich lässt sie sich belegen.
Bei solch einem Deckakt ist die Chance sehr
hoch, dass Welpen geboren werden.
Ein vernünftiger Züchter
lässt vorher einen Progesteron-Test erstellen, um sicher zu
gehen, dass die Hündin zur Paarung bereit ist.
Im Laufe der Evolution ist die Bindung zwischen
Mensch und Hund immer stärker geworden und es wurde durch die
Forschung bewiesen , dass die Spiegelneuronen zwischen Mensch und Hund
zu mehr als 90% übereinstimmen, d.h. Hunde können
unsere Gefühlwelt fast vollständig
ergründen.
Aufregung und Nervosität des Besitzers
können sich auf die Hündin übertragen, sie
wird unsicher und ihre Deckbereitschaft schwindet.
Manche Hündinnen und auch
Rüden, brauchen in solch einer Situation den Zuspruch, aber
auch die Unterstützung und die Nähe des Besitzers.
Diese ist kurz nach erfolgtem Deckakt ganz
wichtig, da besonders Hündinnen, die zum ersten Mal belegt
werden, bei der Kontraktion ihrer Scheide in Panik geraten und sich und
den Rüden verletzen könnten. Ein beruhigendes
Eingreifen in einem solchen Fall ist sehr sinnvoll.
Auch sonstige Hilfen der Besitzer als vertraute
Personen sind denkbar, wenn sie für die beiden Hunde nicht
unangenehm sind und akzeptiert werden.
Was aber nicht tolerierbar ist sind
übelste Vergewaltigungsszenarien:
- Hündinnen festgeschnallt an
„Deckgestellen“, um sie gefügig zu machen.
- Maulkörbe, die eingesetzt werden(wie
verzweifelt muss eine Hündin sein, wenn sie sich mit den
Zähnen zu Wehr setzen muss!).
- Manuelle Weitung der Scheide unter Einsatz
von Gleitgel, um einen schwächlichen Rüden zu
„unterstützen“.
- Aktivitäten jeder Art von fremden
Personen, sog. „professionellen“ Helfern,
durchgeführt.
- Deckakte auf Speichern, in dunklen Garagen
oder sonstigen Verliesen.
Das alles soll es angeblich in unserer
elitären Welt, in der unsere Hunde Freunde und
Familienmitglieder sind, leider auch geben.
Gut, dass es nicht die Regel ist, sondern eine
kranke Ausnahme.
Wahrscheinlich mussten Sie in Übersee
Ähnliches mitansehen.
Wenn Sie mit Ihrer Hündin einmal
züchten werden, lassen Sie sich nicht an Ort und Stelle
überrumpeln.
Treffen Sie im Vorfeld mit dem
Rüdenbesitzer klare, eindeutige Absprachen und
schließen Sie alles aus, was Sie Ihrer Hündin nicht
zumuten wollen. Das ist Ihr Recht.
Und wenn Ihre Hündin sich von einem
bestimmten Rüden nicht belegen lässt, hat das seinen
Grund.
Viel Glück und viel Spaß mit
den Welpen, wenn diese Ihre Blumenbeete im Garten zerlegen.
R. Didicher
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Anfrage vom 28.12.2020:
Frage:
Hallo Setter Clever und Cool, eine für
uns wichtige Frage:
Da wir nicht mehr ganz jung sind, wollten wir
einen etwas älteren Setter bei einer Züchterin
kaufen. Der Hund ist vier Jahre alt und soll 1250 Euro kosten.
Für uns ist dieser Preis zu hoch. Liegen wir da falsch?
Welches ist Ihre Meinung? Gibt es
Erfahrungswerte? Für eine kurze Antwort unser Dank...........
Antwort:
Sehr geehrte Familie...... ohne dem
Züchter, der Ihnen den Setter angeboten hat, etwas
unterstellen zu wollen, rate ich Ihnen die Hintergründe
für den Verkauf zu erforschen:
Wird der Hund eventuell abgegeben, weil er
gesundheitliche Mängel aufweist (HD, Magen- Herzprobleme)?
Ist sein Wesen in Ordnung?
Tiere, die schlechte Erfahrungen gemacht haben,
können aggressiv werden. Wurde der Hund schon in der Zucht
eingesetzt und ist jetzt dazu nicht mehr zu gebrauchen? Ich habe vor
Jahren gewagt eine englische Züchterin, die wir gut kannten,
zu fragen, ob sie einen Rüden, der bei ihr nie in die Zucht
kam, aber hervorragend in unsere Zuchtlinie gepasst hätte,
verkaufen würde.
Die Antwort war kurz und knapp:
„Kinder verkauft man nicht.“
Grundsätzlich sollte ein Hund in
diesem Alter nicht mehr abgegeben werden. Natürlich gibt es
auch Ausnahmen: Krankheit oder Todesfall des Besitzers oder etwas
Ähnliches. In einem solchen Fall sollte aber das Wohl des
Hundes oberste Priorität haben und nicht der Verkaufspreis.Es
wäre dann angebracht, den Hund kostenlos an eine liebe Familie
abzugeben.
Ich bin der Meinung, dass der von der
Züchterin von Ihnen erwartete Preis, entschieden zu hoch ist.
Mit freundlichen Grüßen
R. Didicher
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Anfrage vom 20.11.2020:
"Ergänzung zur Anfrage vom
20.11."
Frage :
Ihre Antwort auf meine Frage ist nicht
freundlich, aber ich habe auf Ihrer Webside
https://irishsetter-zuechterberatung.jimdofree.com/ gelesen, dass Sie
auch Züchter Rat geben, die nicht im Verband züchten.
Warum soll ich überhaupt in einem
Verein züchten?
Meine Schwester hat mir gesagt, das ich dort in
den Verein eintreten kann und züchten.
Ich habe gehört, dass der Mann aus
Deutschland mit der Hündin in Belgien für die Zucht
dafür bezahlt. Ich habe dort angerufen um zu fragen ob das mit
meiner Hündin auch geht. Die Frau sagte nein.
Meine letzte Frage: Kann ich einen von ihren
Rüden für meine Hündin haben?
Antwort:
Es ist richtig, dass wir auch Züchter
beraten, die außerhalb eines Vereines züchten, aber
nur dann, wenn die Zuchttiere keine gesundheitlichen Probleme oder
Wesensmängel aufweisen. Ich kann nicht ganz nachvollziehen,
was Sie mit dem Anruf in Belgien bezweckt haben.
Wollten Sie auch gegen Bezahlung im Ausland
einen Wurf züchten wie der Züchter, der nach Ihren
Darstellungen seine Hündin nach Belgien gebracht hat?
Warum muss heute jeder um jeden Preis
züchten? Unüberlegte- oder Zufallsverpaarungen, ewige
Wiederholungskombinationen bringen die Zucht nicht weiter.
Als Züchter haben Sie die
Verantwortung für die Welpen ein Leben lang. Wenn Sie bewusst
Krankheiten, körperliche Mängel oder
Wesensschwächen in Kauf nehmen, können Sie belangt
werden und sind sogar regresspflichtig.
Zu Ihrer Frage, warum Sie in einem Verein
züchten sollen, habe ich keine eindeutige Antwort.
Sinn macht es, wenn Sie als Neuzüchter
von Menschen, die für die Zucht verantwortlich sind,
unterstützt werden. Vor Jahren, als wir noch
gezüchtet haben, gab es eine HZWin, die, was Genetik und
Zuchtstrategien betrifft, die Züchter ausgezeichnet beraten
hat. Wenn aber das Wissen fehlt und der Umgangston zu wünschen
lässt, macht es keinen Sinn.
Ihre letzte Frage nach dem Zuchtrüden
ist schnell beantwortet: Wir besitzen keine Rüden mehr, nur
noch zwei Hündinnen. Aber um ehrlich zu sein, unsere
Rüden hätten wir für eine wesensschwache
Hündin auch nicht zur Verfügung gestellt.
Ich glaube nicht, dass es Sinn macht diese
Korrespondenz fortzusetzen.
Alles Gute
Anfrage vom 20.11.2020:
Hallo
Setter clever und cool,
Ihr
kennt euch scheinbar gut in der Zucht aus.
Meine
Frage:
Ich habe eine Hündin, die in
Deutschland keine Zuchttauglichkeit bekommt. Meine Freundin in
Tschechien hat mir gesagt, das sie mit der Hündin bei ihr
einen Wurf machen kann. Geht das?
Ich habe gesehen, das ein Mann, den ich immer
wieder auf Ausstellungen sehe, seine Hündin auch für
die Zucht in ein Nachbarland gebracht hat, weil sie in Deutschland
nicht die für die Zucht gut war.
Bitte antworten sie schnell, die
Hündin ist heiss.
Dankeschön
und Grüße .....
Antwort:
Sehr
geehrte Frau…
Sie
können als freier Mensch vieles tun.
Als
Züchter in einem Verein sind Sie an Regularien
gebunden.
Der zentrale deutsche Zuchtverband legt fest,
dass mit den Nachfahren einer Hündin, die zu Zuchtzwecken ins
Ausland gebracht wurde, da sie hier die Zuchtvoraussetzungen nicht
erfüllt, in Deutschland nicht gezüchtet werden darf.
Darauf müssten Sie sich einstellen. Sie müssten dann
bereit sein, die Konsequenzen zu tragen, wenn eventuell Hunde wieder
zurück nach Deutschland gebracht werden.
Aber unabhängig von allen Regularien
frage ich Sie: Wollen Sie wirklich Nachkommen von einem Hund, dessen
Wesen nicht einwandfrei ist oder der andere gesundheitliche
Mängel hat?
Ist
es nicht verantwortungslos den zukünftigen
Welpenkäufern gegenüber?
Ich habe mit einem Hundefreund mit viel
Erfahrung ihre Anfrage besprochen und er meinte spontan, das
wäre doch eine ziemlich „miese Nummer“,
wenn Züchter so etwas tun.
Tut
mir Leid, Ihnen keine andere Antwort geben zu können.
Richard Didicher
Anfrage vom 05.09.2019:
Guten
Tag!
Ich hätte eine Frage zu
meinem Irish-Setter 16 Monate alt. Er sabbert sehr viel. Bei
Aufregung und, da er ein Rüde ist, wenn er läufige
Hündinnen riecht. Wir hatten schon 3 Irish-Setter und das ist
jetzt der 4. und keiner hat so extrem gesabbert. Ist das normal oder
kann ich etwas dagegen unternehmen? Oder hört das, wenn er
älter wird, etwas auf? Auch beim Wassertrinken geht es so zu
und her.
Vielen
Dank für Ihr Feedback.
Antwort
von Angelika Park:
Starkes Sabbern ist, wenn keine Krankheit der
Mundhöhle vorliegt, meist der Grund einer stark
ausgeprägten Sensibilität.
Man kann dem nur entgegenwirken, indem man dem
Hund zugesteht, selbstbewusster zu werden und ihm den nötigen
Rückhalt von seinen Herrchen/Frauchen gibt.
An Dinge, die ihn ängstigen, sollte
man ihn vorsichtig heranführen, loben und ihm immer wieder
Sicherheit geben. Auch hierbei geht es um Unterordnung, der
Rüde muss erfahren, dass er in einer für ihn
unüberschaubaren Situation Hilfe über seinen
menschlichen Begleiter hat und ins zweite Glied verwiesen wird. Er wird
lernen froh zu sein, dass er nicht alles regeln muss und der Mensch es
ihm abnimmt.
Man tritt vor den Hund und zeigt, dass der
Mensch mit der Situation klar kommt. Er wird immer weniger sabbern,
ganz aufhören wird es aber nicht. Bei vielen
Gerüchen, die er aufnimmt, z.B. läufige
Hündin oder unbekannte Rüdenmarken, wird er sabbern.
Da empfiehlt es sich, ein kleines Tuch (Gästehandtuch)
mitzunehmen und zwischendurch den Fang des Hundes zu trocknen.
Fazit:
Dem Hund Sicherheit vermitteln, indem man „Chef“
ist und an viele Dinge in Ruhe heranführen und loben.
Zum
Trinken am Napf:
Die meisten Hunde setzen die Umgebung beim
Saufen am Napf unter Wasser.
Sabbert der Hund vor dem Saufen,
könnte der Ursprung beim Schimpfen seiner Menschen liegen. Er
ist gestresst und verbindet das Saufen mit Ärger.
Tipp: Eine saugfähige Unterlage unter
den Napf legen und überschüssiges Wasser ohne
Kommentar aufwischen. Dann hat der Hund kein schlechtes Gewissen mehr,
wenn er Durst hat.
Er selbst empfindet nicht, dass er einen Fehler
macht, im Gegenteil, er möchte eigentlich alles richtig
machen. 😉
Ich
hoffe, dass ich Ihnen helfen konnte.
Frage
vom 03.09.2018 aus Österreich:
Da keine ausdrückliche Zustimmung zur
Veröffentlichung der Originalfrage vorliegt, hier eine kurze
Umschreibung.
Setter, 5 Monate, seit 1 Woche beim neuen
Besitzer. Sehr groß für sein Alter. Sorge um die
Hüftgelenke. Frage nach Ernährung und Bewegung.
Antwort:
Aus welchem Grund haben Sie diesen Junghund
erst mit 5 Monaten erhalten?
Aus unserer Erfahrung heraus wissen wir, dass
Hunde zwischen 5 und 6 Monaten schon fast fertig ausgeprägte
Hüftgelenke beim sog. "Vorröntgen" zeigen. Da wir den
Züchter Ihres Hundes nicht kennen, wollen wir auch in keiner
Weise seine Seriosität anzweifeln, sinnvoll wäre
jedoch, Ihren Hund beim Tierarzt röntgen zu lassen, das geht
auch ohne Narkose und schadet dem Hund deshalb nicht.
Je nach Ergebnis kann man dann handeln.
Auf jeden Fall raten wir Ihnen, dem Futter ein
Grünlippmuschel-Präparat zuzufügen, da die
darin enthaltenen Glukosamine die Einlagerung von Kalzium und Phosphat
in die Knochen fördert.
Ein Futter mit geringerem Proteinanteil (aber
allen anderen wichtigen Nährstoffen) wäre sinnvoll,
um das doch starke Wachstum nicht noch mehr zu unterstützen.
Bewegung in Maßen kann nicht schaden,
nicht zu empfehlen sind Ballspiele, da das "Abbremsen" und "Neustarten"
die Gelenke besonders stark beansprucht. Das Gleiche gilt für
Spiele mit Hunden, die Ihrem Hund vom Körpergewicht
überlegen sind.
Schwimmen stärkt die Muskeln und
schont die Gelenke, ist also ein sehr sinnvoller Bewegungsablauf.
Wir hoffen, Ihnen etwas weitergeholfen zu haben.
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Frage
vom 29.04.17:
Ich möchte gern Ihren Rat
einholen.
Unser junger Setter, er ist jetzt fast acht
Monate alt, hat bereits 6 Paar Schuhe zerlegt. Besonders stark hat er
es auf meine abgesehen. Wenn ich mittags von der Arbeit komme, sieht es
bei uns so aus, als hätte eine Bombe eingeschlagen. Wenn wir
zu Hause sind, ist unser Igor dann ganz lieb. Nach dem Spaziergang
schläft er dann. Besonders, wenn wir lange mit ihm laufen, ist
er KO und friedlich. Wir sind der Meinung, dass der Züchter
die Welpen nicht erzogen hat. Im Welpenzimmer lagen einige kaputte
Bälle und Spielsachen herum, manche waren
angenagt.
Wir haben es mit Bestrafung versucht, alles
vergebens. Mein Mann hat ihre Website entdeckt und mir
geraten, mich mit Ihnen in Verbindung zu setzen.
Was sollen wir tun?
Antwort:
Vorab möchte ich sagen, dass der Weg,
beim Züchter die Schuld zu suchen, der falsche ist.
Für die Erziehung sind Sie zuständig. Der
Züchter hat dafür zu sorgen, dass Sie einen
ausgeglichenen, selbstsicheren Welpen bekommen. Spielsachen im
Welpenzimmer sind wichtig, dies für die Beschäftigung
der Kleinen, besonders als „Beute“ beim Austragen
der Rangkämpfe. Es wäre wichtig zu wissen, wie lange
Ihr Junghund vormittags allein ist. Scheinbar plagt ihn die Langeweile
und er sucht sich Beschäftigung. Dazu kommt, dass ein junger
Hund ungefähr zwischen vier und sechs Monaten im Zahnwechsel
ist und ein sehr starkes Bedürfnis zu kauen an den Tag
legt.
Sollte ihr junger Hund mehr als zwei Stunden
allein sein, ist das zu viel. Vielleicht gibt es in Ihrer Nachbarschaft
jemanden, dem es Spaß machen würde, zwischendurch
nach dem Kleinen zu sehen.
Ein erwachsener Hund hält ohne
weiteres mal sechs Stunden durch. Verfügt Ihre
Wohnung/Haus vielleicht über einen Raum mit genug Licht und
Wärme, an den Sie ihn gewöhnen können, wo er
nichts zerstören kann?
Von jetzt auf nachher geht das
natürlich nicht, da ein Hund der in einem Raum wegesperrt ist,
zuerst mal fürchterlich jault. Man muss ihn langsam an sein
„Spielzimmer“ gewöhnen. Hier
könnten Sie ihm Spielsachen und Kauknochen hinlegen, damit er
beschäftigt ist. Strafe bringt nur etwas, wenn Sie
ihn “ in flagranti“ erwischen, d.h. beim
Zerstören z. B. Ihrer Schuhe. Eine spätere
Bestrafung kann er nicht einordnen.
Auch dann ist wichtig: Keine drakonischen
Strafen, sondern eher „viel Lärm
um nichts“. Er muss beeindruckt sein und
seine „Tat“ mit Ihrer
„Empörung“
verknüpfen.
Zu lange Spaziergänge gehen an die
Konstitution des Hundes und sind für einen jungen Hund nicht
ratsam.
Ich hoffe Ihnen geholfen zu haben.
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Frage
vom 01.05.17:
Ich habe Ihre Webseite entdeckt und komme
gleich mit einer Frage:
Wir haben von Fam.
… einen Setter gekauft. Wir
haben viel Freude mit dem jungen Setter. Er ist lieb und endlich
stubenrein. Die Eltern haben beide gute Hüften. Er ist jetzt 8
Monate alt, wenn er geschlafen hat und aufstehen will, macht ihm das
Probleme. Der Züchter sagte uns, dass er nie HD- Probleme
hatte.
Wir haben den Hund vom Tierarzt
röntgen lassen und er sagte uns, dass die eine Hüfte
ganz schlecht ist und die andere auch nicht gut. Kann das
sein?
Antwort: Leider ja.
Mit acht Monaten ist ein Hund noch nicht so
stark bemuskelt und HD-Probleme werden deutlicher sichtbar als bei
einem älteren Hund, bei dem durch die Bemuskelung die Gelenke
zusammengehalten werden. Ihr Hund hat Schmerzen beim Aufstehen und hier
ist ein guter Tierarzt gefragt. Möglichkeiten, Ihrem Hund ein
normales Leben zu gewährleisten, gibt es. Sie reichen von
einer Muskeldurchtrennung bis zu künstlichen
Hüftimplantaten. Letztere sind natürlich
kostenaufwendig. Wenn Ihr Tierarzt in diesem Bereich wenig Erfahrung
hat, wenden Sie sich am besten an eine Uni- Klinik: Hannover,
Gießen oder München.
Zwei Elterntiere, die mit HD A ausgewertet
sind, stellen einen Beweis für eine verantwortungsvolle Zucht
dar, sind noch immer keine vollständige Garantie für
HD-freie Welpen. Die Hüftgelenkdysplasie wird polygen vererbt
und bei der Ausprägung von HD
spielen Faktoren wie Fütterung und Haltung
ebenfalls eine Rolle.
Es wäre wichtig zu wissen, wie Sie
Ihren Hund ernährt haben. Ob das Futter einen
sehr hohen Proteinanteil hat und der Hund sehr
schnell gewachsen ist, ob das Verhältnis Kalzium/Phosphor
stimmt, ob es Glykosamine, die das Einlagern vom Kalzium in die Knochen
fördern, enthält.
Auch zu viel Bewegung (stundenlange
Spaziergänge), Laufen neben dem Fahrrad oder
ständiges Treppensteigen wirken sich negativ auf die
Entwicklung der Hüftgelenke aus.
Wir wünschen Ihnen und Ihrem Hund
alles Gute.
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Frage
vom 01.05.17:
Als junges Mädchen, wollte ich einen
irischen Setter. Jetzt haben wir uns einen zugelegt. Wir haben ihn mit
8 Wochen beim Züchter gekauft. Er riet uns
zu einer Hündin. Wir suchten eine ganz liebe, vorsichtige aus,
da es unser erster Hund ist. Jetzt glauben wir, dass es besser gewesen
wäre, einen Rüden zu kaufen. Unsere Hündin
ist sehr ängstlich. Wenn sie einen anderen Hund sieht, wirft
sie sich auf den Rücken und pinkelt. Wenn uns Freunde
besuchen, verkriecht sie sich hinter der Couch. Auch wenn die Freunde
unserer Tochter etwas laut sind. Im Auto sabbert sie
fürchterlich.
Können Sie uns einen Rat
geben?
Antwort:
Zuerst
wäre es wichtig zu wissen, wie
alt Ihr Hund (Welpe?) ist und in welchem Alter Sie ihn beim
Züchter abgeholt haben. Handelt es sich um
einen Junghund bis zu einem halben Jahr, haben Sie
„gute Karten“ alles in Ordnung zu
bringen.
Ihr Hund braucht Selbstbewusstsein und das
können nur Sie ihm geben. Unterstützen Sie ihn bei
Spaziergängen, wenn sie anderen Hunden begegnen, fordern Sie
ihn zum Spielen auf und gehen Sie dann mit ihm einfach weiter. Das
Urinieren wird irgendwann weg sein. Grenzen Sie ihn nicht aus, wenn
Besuch kommt, lassen Sie ihn in Ihrer Nähe (Schoß)
und tun Sie so, als wäre alles normal. Gewöhnen Sie
ihn langsam an fremde Kinder.
Für die Autofahrt gilt das
Gleiche.
Es wäre wichtig zu wissen, wie die
erste Fahrt verlaufen ist. Gewöhnen Sie ihn langsam an seinen
Platz im Auto, fahren Sie dann ganz kurze Strecken mit ihm. Irgendwann
ist das Eis gebrochen.
P.S.: Es gibt für Letzteres angeblich
auch medizinische Hilfsmittel, darüber weiß Ihr
Tierarzt bestimmt Bescheid.
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Frage
vom 03.05.2017:
Wir haben einen Welpen aus einer Hobbyzucht
gekauft,
Zwinger … ,da
uns Zucht und Ausstellungen nicht interessieren. Jetzt ist er vier
Monate alt. Als wir ihn mit sieben Wochen beim Züchter
abgeholt haben, waren seine Augen feucht und er hat bis heute starken
Tränenfluss. Die Augen sind entzündet. Wir haben es
mit x-verschiedenen Augensalben versucht, es wird immer
schlimmer.
Antwort:
Gehen Sie zum Tierarzt. Eine
„Ferndiagnose“ ist immer schwierig. Es
könnte ein Entropium sein (Einstülpung des unteren
Augenlids). Das Lid mit seinen kleinen Härchen scheuert auf
der Hornhaut. Das führt zum Tränenfluss. Machen Sie
es rechtzeitig, um bleibende Schäden zu verhindern. Wird
tatsächlich ein Entropium festgestellt, kann ein erfahrener
Tierarzt (Fachtierarzt für Augenheilkunde) durch einen kleinen
chirurgischen Eingriff den Fehler beheben und der
Tränenfluss wird weg sein. Eine Meinung, die mir nicht
zusteht: Bei einem Züchter, der in einem Verband
züchtet, wäre Ihnen das nicht
passiert. Bei einer Wurfabnahme durch einen Zuchtwart, wäre
ein Entropium, wenn es das sein sollte,
aufgefallen.
Alles Gute
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Frage
vom 04.05.17:
Unser Lionel kommt
aus …. . Mein Mann hat dort gearbeitet.
Neben seiner Arbeitsstelle gibt es eine Hundezucht. Als ich ihn im
Herbst besuchte, spielten fünf kleine Setter im Hof. Ich habe
mich gleich in einen mit einem weißen Brustfleck verliebt und
wir haben ihn mitgenommen. Er hat keine Papiere. Das ist für
uns nicht wichtig. Wir wollen keine Zucht betreiben. Er hatte immer
Probleme beim Fressen. Er kann nur breiiges Futter schlucken. Bei
Leckerlis muss er spucken. Ich habe im Internet nachgelesen, man soll
die Hunde, die Probleme haben, mit der Futterschüssel auf
einem Stuhl füttern. Das habe ich vorher noch nie
gehört, aber es klappt besser.
Ist das normal beim irischen
Setter?
Antwort:
Besonders in Ihrem Fall ist eine Ferndiagnose
schwierig. Es könnte sich um eine
Speiseröhrenlähmung handeln. Ist diese nur partiell
gelähmt, kann der Hund flüssige Nahrung (auch
Futterbrei) aufnehmen. Die gleichen Symptome können aber auch
von anderen Krankheiten, wie Nervenentzündungen hervorgerufen
werden. Ein Röntgenbild wird für Klarheit
sorgen.
Bitte lesen Sie unseren Beitrag (Button
„Krankheiten-
Speiseröhrenlähmung“), vielleicht
hilft er ihnen weiter.
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Frage vom 17.05.2017
Wir haben vor drei Jahren unseren ersten und
bis jetzt letzten Wurf gezüchtet. Unsere
Kinder haben sich sehr auf die Hundebabies gefreut.
Nach 3 Tagen haben wir festgestellt, dass bei drei Welpen Milch aus der
Nase kommt und sie an Gewicht verlieren. Da unser Tierarzt uns nicht
weiter helfen konnte, sind wir mit dem ganzen Wurf nach
Gießen in die Uniklinik gefahren. Es war sehr anstrengend.
Die Welpen wurden alle geröntgt und bei 4 Welpen wurde eine
erweiterte Speiseröhre festgestellt. Sie mussten
eingeschläfert werden.
Frau Dr…. sagte uns, dass die
Krankheit erblich sei und dass es Sinn mache, die Verbindung nicht zu
wiederholen. Wenn wir mit unserer Hündin
noch einmal züchten wollten, müssten wir es jetzt
tun, da sie sonst zu alt ist.
Im Anhang senden wir den Stammbaum unserer
Hündin….. und den des
Deckrüden…..
Hier unsere Frage: Ist bekannt, dass in diesen
Linien diese Krankheit vorhanden ist? Sollen wir mit unserer
Hündin überhaupt noch
züchten?
Antwort:
Die
Speiseröhrenlähmung ist eine sehr
komplexe Geschichte. Bitte lesen Sie unseren Artikel bei Button
„Krankheiten“. Sie wird polygen vererbt. In manchen
Linien hat eine Anreicherung stattgefunden (komplementäre
Polygenie), so dass es nur noch kleiner
Ergänzungsstücke bedarf, bis die Krankheit ausbricht.
Wir haben in den letzten Jahrzehnten Informationen gesammelt
über Hunde, die diese Krankheit vererbt haben. Der
Rüde Ihrer Verbindung verfügt über mehrere
Anteile, da der Urgroßvater, der nachweislich diese Krankheit
weiter vererbt hat, gleich drei Mal auftaucht.
Ihre Hündin hat den gleichen
Rüden in der vierten Generation im
Stammbaum.
Der Ehrlichkeit halber muss man sagen, dass es
keine Garantie gibt, dass eine Linie ganz frei von Anteilen ist.
Dennoch würde ich mit Ihrer Hündin nicht mehr
züchten, da vier Welpen schon eine deutliche Anreicherung
darstellen.
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Frage
vom 23.06.2017
Frage:
Wir haben einen Welpen aus einer bekannten
Zucht gekauft. Er hat keine VDH-Papiere, aber all seine Eltern haben
diese. Oder sind sie nur für VDH-Hunde zuständig. Der
Hund ist jetzt ein Jahr alt und hat starke Verdauungsprobleme. Er gast
nach dem fressen ständig ab. Wenn er hechelt hat er starken
Mundgeruch. Wir können nicht einmal mehr ihn im Auto
mitnehmen, weil es furchtbar stinkt. Scheinbar hat er starke
Blähungen. Diese kann man auch am Brustkorb sehen. Sein Bauch
ist angespannt. Wenn man ihn massiert wird es besser. Sein Haar war am
Anfang schön, jetzt hat er Stichelhaar. Wir haben schon drei
Mal das Futter gewechselt. Der Tierarzt hat uns Tabletten gegeben, die
helfen so gut wie gar nicht.
Antwort:
Zuerst einmal in eigener Sache: Wir versuchen,
unabhängig von
Vereinszugehörigkeit Setterfreunde zu beraten.
Natürlich nur, wenn wir das können. Papiere sagen
nicht alles, aber viel. Die Zuchtanforderungen bei Vereinen, die dem
VDH angehören, sind seriös, bieten aber keine
Garantie, dass alle Welpen wiederum die Zuchttauglichkeit erlangen.
Vielleicht sollten Sie sich fragen, warum mit Ihrem Hund, dessen Eltern
VDH-Papiere haben, nicht bei einem solchen Verein
weitergezüchtet wurde?
Zu Ihrem Fall: Sie sollten
von einem Tierarzt den gesamten Verdauungstrakt Ihres Hundes
untersuchen lassen. Der „Mundgeruch“ lässt
uns nachdenklich werden.
Sollten unverdaute Futterreste in der
Speiseröhre verbleiben und nicht in den Magen gelangen,
wäre das eine Erklärung. Sie bilden Gase, die in den
Magen wandern und diesen aufblähen. Wir möchten Ihnen
nicht vorenthalten, dass in solch einem Fall die Gefahr einer
Magendrehung besteht.
Das schlechte Haarkleid ist auch ein Zeichen
für eine Mangelversorgung, da das Futter nicht optimal
verwertet wird. Es könnte sich also auch um eine
Nahrungsmittelallergie handeln. Dies kann man austesten
lassen.
Alles Gute.
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Frage
vom 03.07.2017:
Ich besitze eine Hündin mit
Ausstellungspapieren ohne Leistung. Wir haben einen Wurf
gezüchtet und es gab Probleme. Jetzt möchten wir
einen Rüden nehmen mit Leistungspapieren. Wir denken, dass
eine Fremdverpaarung besser ist und wir gesunde Welpen bekommen. Ich
habe ihre Berichte gelesen und sie sind ja auch für
Aufmischung. Was halten Sie
davon?
Antwort:
Entschuldigen Sie meine Direktheit, aber Ihre
Frage ist doch sehr pauschal. Zuerst müsste man wissen, welche
Probleme es in Ihrem ersten Wurf gab und es wäre wichtig, den
Stammbaum Ihrer Hündin zu kennen. Dies natürlich nur
soweit, wie es für eine Stammbaumanalyse wichtig
ist.
Wenn es sich um eine Erbkrankheit handelt,
könnte in Ihrem ersten Wurf eine Anreicherung stattgefunden
haben, d. h., Rüde und Hündin haben durch die
Verpaarung jeweils Anteile, die das Auftreten einer Krankheit
begünstigen, eingebracht. Eine Fremdverpaarung würde
dann diese Anteile reduzieren. Es gibt aber auch Erbkrankheiten, die im
Laufe der Jahre durch vorsichtige Zucht kaum noch in Erscheinung
treten, wieder aber zum Ausbruch gelangen würden, wenn die
Ergänzungsstücke in einer fremden Linie noch
„schlummern“ würden. Deshalb ist eine
pauschale Antwort nicht möglich.
Des Weiteren muss Ihnen bewusst sein, dass zwei
total unterschiedliche Linien (Form- und Leistungszucht) auch das
Erscheinungsbild Ihrer Zucht verändern.
Eine Fremdverpaarung zur Genpoolerweiterung
macht Sinn, wenn Sie bei der Nachzucht richtig selektieren und einer
der beiden Zuchtlinien treu bleiben.
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Frage
vom 31.07.2017
Wir haben bis jetzt zwei Würfe Irische
Setter gezüchtet. Obwohl nicht alles so war, wie wir es uns
vorgestellt haben, sind wir mit unserer Nachzucht zufrieden. Zurzeit
suchen wir für unseren nächsten Wurf einen
Rüden. Ich war auf der Seite des englischen Breeders Club und
habe wunderschöne Hunde gesehen. Wir haben zu einem
Züchter Kontakte geknüpft. Im Anhang finden sie den
Stammbaum seines prämierten Rüden. Was halten Sie
davon?
Aber bitte keine Namen
veröffentlichen, ich weiß nicht, ob wir die
Zuchterlaubnis erhalten und ob mein Mann überhaupt bereit ist
mit mir nach England zu fahren.
Danke für die Mühe.
Antwort:
Zu den Settern in Großbritannien
lässt sich Folgendes sagen:
Rein von der Optik sind sie nicht zu
übertreffen. Die englische Zucht basiert seit fast einem
Jahrhundert auf wenigen Zuchtrüden, deshalb hat sich ein
klarer einheitlicher Typ herausgebildet. (Bitte in dem Beitrag
über Stammbäume nachlesen). Durch
die PRA rcd 4-Hysterie (bitte bei Erbkrankheiten
nachlesen) die von GB ausging, wurde die
Zuchtpopulation noch enger. Vor Jahrzehnten war die HD-Auswertung eine
Seltenheit, heute gibt es bereits Stammbäume
mit zwei Generationen, die ausgewertet sind. Einen
Wesenstest kennen die Engländer nicht. Der Stammbaum im Anhang
ist bemerkenswert gut, da für englische Verhältnisse
gut aufgemischt. Aus meiner Sicht würde der Rüde zu
Ihrer Hündin passen. Der
Ahnenverlustkoeffizient ist auch in Ordnung.
Schöne Welpen gibt es auf jeden Fall.
Und jetzt beginnt für Sie das
Recherchieren:
Ich empfehle Ihnen folgende
Vorgehensweise: Hooley Irish Setter Data
base zur Stammbaumstudie verwenden, ein weiteres Fenster
öffnen: Kennel Club.uk: Health
– Health Test Results Finder und die Hunde im
Stammbaum durchchecken. In GB werden beide Hüften bewertet.
Niedere Zahl ist gut, hohe schlecht. Ist eine Hüfte schlechter
als Werte zwischen 5 und 6 pro Seite, käme für mich
der Rüde nicht in Frage.
Und bitte nicht enttäuscht sein. Sehr
viel werden Sie nicht finden: einige HD-Ergebnisse (wichtig), wenn man
bedenkt, dass Hunde mit 25/25 ( = schwere HD) noch in die Zucht gehen,
viel PRA rcd 4 (unwichtig, da Ihre Hündin
frei) und auch PRA rcd 1, viele CLAD-Tests (auch unwichtig, da in
unserer Zucht wie auch in der englischen Zucht praktisch nicht mehr
existent).
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Frage
vom 20.12.2017:
Man sagt immer, Irish Setter sind Jagdhunde.
Wir, mein Mann und ich haben mit Jagd nichts am Hut. Unsere Hunde
kommen aus der Schönheitszucht. Wir haben es mit einer
Prüfung im Feld versucht, leider ohne Erfolg. Mein Mann liegt
mir in den Ohren, wir müssen Leistungshunde einkreuzen. Im
Verein… gibt es ja genug Deckrüden mit
Prüfung. Ich habe auf Ihrer Homepage gesehen, dass all Ihre
Hunde Prüfungen haben. Sollen wir einen Leistungshund nehmen
um unsere Zucht aufzupeppen?
Antwort:
Wenn Sie und/oder Ihr Mann
Jäger wären, am Führen
der Hunde Spaß hätten und Ihnen eventuell noch ein
Trainingsrevier zur Verfügung stehen würde,
wäre meine Antwort ja unter dem Vorbehalt, dass nicht jeder
Rüde mit Prüfung ein exzellenter Jagdhund ist. Dazu
kommen auch die Anlagen Ihrer Hündin, die nach Ihren Aussagen
in diesem Bereich nicht besonders talentiert zu sein scheint.
Familienhunde, deren Wesen stabil ist und die gesund sind, haben die
gleiche Daseinsberechtigung.
Stehen Sie doch zu Ihrer Hündin,
führen Sie sie beim Wesenstest, achten Sie auf gute
Hüftauswertungen und vernachlässigen Sie den Formwert
nicht. Wenn Sie züchten, suchen Sie einen ausgeglichenen,
freundlichen Rüden mit guten gesundheitlichen Voraussetzungen,
der zum Stammbaum Ihrer Hündin passt. Sie werden mit den
Welpen Menschen glücklich machen, die einen Familienhund
suchen.
Viel Glück
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Frage
vom 21.01.2018:
Wir züchten seit vielen Irish Setter
und sind durch Höhen und Tiefen gegangen, aber immer unseren
Hunden treu geblieben. Wir hatten das Glück passende
Welpenkäufer zu finden, manchmal haben wir einen Welpen wieder
zurückgenommen, wenn es nicht passte. Beim letzten Wurf haben
wir die Hölle erlebt. Wir haben eine Hündin an eine
Frau verkauft, die etwas älter ist. Sie hatte ihren Sohn
dabei, der sich um den Hund kümmern sollte, wenn es ihr nicht
gut geht. Sie hat uns einige Male besucht und wir haben sie freundlich
bewirtet. Wir haben Ihr auch den Welpenraum und den Auslauf gezeigt.
Sie hat den Welpen mit ihrem „Sohn“ abgeholt und
von ihrem großen Garten
geschwärmt.
Vor zwei Monaten waren wir in ihrer
Nähe und wollten sie besuchen. Wir haben einen Schock
erlebt.
Ein verwahrloster nicht eingezäunter
Garten, sie hat uns nicht aufgemacht, das Tor war offen, also haben wir
uns dem Haus genähert. Durch das Küchenfenster sahen
wir unseren „Welpen“ zwischen Zeitungen und
schmutzigen Fressnäpfen. Von den Nachbarn haben wir erfahren,
dass die Frau psychische Probleme hat und allein lebt. Einen Sohn gibt
es nicht, nur einen Pfleger, der jeden Tag sich eine
Stunde um die Frau kümmert und manchmal den jungen Hund
ausführt.
Wir haben die Frau am Abend angerufen und ihr
mitgeteilt, dass wir den Hund wieder abholen. Das haben wir versucht,
sie hat aber nicht geöffnet. Wir haben den Tierschutz
eingeschaltet und wurden mit Versprechungen abgespeist. Das hat die
Frau scheinbar erfahren und nun bekommen wir täglich Briefe
und Drohanrufe, mitten in der Nacht. Wir haben ihr angeblich einen
totkranken Welpen verkauft, der Darmprobleme und Parasiten hat. Die im
Impfpass eingetragene Impfung ist angeblich eine Fälschung,
der Welpe sei ängstlich und menschenscheu.
Sie hat bei unserem Veterinäramt
angerufen, da all unsere Hunde krank wären, auch die Mutter
des Welpen und wir würden nur mit kranken Hunden
züchten.
Wir sind am Ende. Ich habe Ihren Artikel
über das Münchhausen-Stellvertreter-Syndrom gelesen
und Gemeinsamkeiten mit unserem Problem entdeckt.
Gab es Reaktionen auf diesen Artikel, geht es
auch anderen Züchtern so? Was sollen wir tun?
Antwort:
Ich beneide Sie nicht. Wir waren vor vielen
Jahren in einer ähnlichen ausweglosen Situation. Dennoch
würde ich wieder alles versuchen, um so
schnell wie möglich wieder den Welpen (Junghund)
zurück zu bekommen:
Einen guten Rechtsanwalt einschalten, das
Veterinäramt und den Tierschutz
informieren, den doppelten Welpenpreis zwecks Rückkauf
anbieten etc..
Das Schlimme ist, dass Sie nicht viel Zeit
haben. Wenn der Welpe richtig verwahrlost ist, wird es schwer, aus ihm
wieder einen normalen Hund zu machen.
Ich kenne einen Züchter, der hat
einfach seinen Junghund aus solch einer misslichen Lage befreit, indem
er in einer günstigen Gelegenheit ihn auf
den Arm genommen hat, gegangen ist und den Kaufpreis zurück
überwiesen hat. Das juristische Nachspiel
war langwierig und aufreibend, und kann deshalb nicht gerade zur
Nachahmung empfohlen werden. Viel Glück
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